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Wann ist ein selbstgebrautes Bier eigentlich "gut"?
Diese Frage ist ganz einfach zu beantworten: wenn es Ihnen schmeckt! Dann ist ein Bier "gut"!
Sicherlich sollte dieser ganz individuelle Geschmack an oberster Stelle in der Rangfolge stehen und genau hier bieten Ihnen auch die Zutaten aus dem Bier-Kwik B(r)aukasten die Möglichkeit, Ihr individuelles Bier ganz nach Ihrem Geschmack zu brauen. Unsere Rezepte sind also eigentlich immer nur Empfehlungen, die Sie nach Belieben ändern können.
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Bier-Sorten herauskristallisiert. Es ist sicherlich gut, sich mit diesen Bier-Sorten auszukennen, denn die einzelnen Sorten können eine gute Orientierung geben, seinen eigenen Geschmack zu finden.
Um ein Bier "richtig" beurteilen zu können, sollte man folgende Kriterien heranziehen:
Schaumdichte
Bier muß einen festen, sämigen und möglichst haltbaren Schaum haben; dies ist die landläufige Meinung! Bier ohne Schaum ist schal, so glaubt man im Allgemeinen! Diese Meinung ist aber nur bedingt richtig.
Es gibt Biersorten, die gar keinen opulenten Schaum haben können! Die kohlensäurearmeren Biersorten gehören beispielsweise aus guten Gründen dazu. Kosten Sie mal so ein Bier und Sie werden merken, daß ein kohlensäureärmeres Bier keineswegs schal schmecken muß! Alle Starkbiere haben meist eine gute Schaumhaltbarkeit. Das eigentliche Trinkvergnügen bei einem Starkbier liegt aber im langsamen Schlürfen des Bieres, nicht im "Durchtrinken" durch den Schaum!
Schaumhaltbarkeit
Der größte Feind der Schaumhaltberkeit ist Fett! Fett zwingt den Schaum sofort in die Knie.
Haben Sie das Glas richtig gespült? Das ist sehr wichtig! Bedenken Sie bitte, daß Lippenstift Fett enthält. Hier muß besonders sorgfältig gespült werden.
Ein weiterer Grund dafür, daß eine Schaumkrone schnell in sich zusammenfällt, kann sein, daß das Bier noch nicht lange genug ausgelagert wurde. Je länger die Lagerzeit ist, desto stabiler wird die Schaumkrone.
Auch wenn Sie bei einem ungehopften Konzentrat zu wenig Bitterhopfen hinzugeben, kann sich dieses negativ auf die Schaumhaltbarkeit auswirken.
Geruch
Das Bier steht vor Ihnen! Riecht es angenehm frisch? Oder riecht es hefig, muffig, abgestanden, oder nach feuchter Pappe?
Wurde das Bier intensiv dem Licht ausgesetzt oder ist es überaltert? Dann kann sich ein unangenehmer Geruch bemerkbar machen. Wenn das Bier allzu "brotig" schmeckt, wurde es vielleicht bei zu hohen Temperaturen aufbewahrt.
Wenn das Bier hefig riecht, kann das durchaus völlig in Ordnung sein! Bei Zwickelbieren oder bei einem Hefeweizen ist die Hefe gewollt und erwünscht!
Antrunk
Die Wahrnehmungen beim ersten Schluck des Bieres nennt man Antrunk.
Die Vollmundigkeit hängt im wesentlichen vom Restextrakt (= Anteil des nicht vergorenen Malzes) ab. Alkohol alleine gibt nämlich nur kurzzeitig einen Eindruck von Vollmundigkeit.
Diät- und Diabetiker-Biere schmecken "leer", weil hier der Restextrakt bewußt niedrig gehalten werden muß. Bock- und Klosterbiere sind besonders vollmundige, aber in der Regel auch alkoholstarke Biere. Bei einem typischen Pils kommt es in erster Linie auf das ausgewogene Verhältnis von Kohlensäure und feinherber Bittere an.
Nachtrunk
Wenn Sie das Glas abgesetzt haben und den ersten Schluck genießerisch hinuntergeschluckt haben, macht sich die Bittere des Bieres bemerkbar. Diese Bittere breitet sich besonders im Hintergaumen aus.
Bei allen Bieren sollte diese Bittere zumindest kurz auf dem Gaumen spürbar sein. Ist das nicht der Fall, haben Sie mit dem Hopfen gespart!
Der geübte Biertrinker merkt, ob (zusätzlich) zu dem Bitterhopfen mit Aromahopfen gearbeitet worden ist. Das feine Aroma des Aromahopfen ist deutlich spürbar.
Aroma
Man kann Malz- und Hopfenaroma unterscheiden!
Malzaromatische Biere kann man durch Erhöhung des Anteils von (dunklen) Bierwürze-Konzentraten erzeugen. Das Hopfenaroma kann man durch Beigabe von Aromahopfen erzeugen.
Rezens
Unter Rezens versteht man die Spritzigkeit (Kohlensäuregehalt) des Bieres! Sie wird in Gramm Kohlensäure pro Liter Bier angegeben.
Ein Flaschen-Pils enthält ca. 5 g Kohlensäure pro Liter Bier; ein Faß-Pils ca. 4,5 und ein Weizenbier bis zu 6.
Bei Starkbieren ist die Rezens nicht so "wichtig"! Diese Biere enthalten meist weniger Kohlensäure. Bei hellen Bieren erwartet man meist ein spritziges Bier. Man sollte es aber auch nicht übertreiben, sonst "füllt" die Kohlensäure den Mund zu aggressiv und übertönt alle anderen Eindrücke und Geschmacksrichtungen.
Durch die Menge der Zugabe an Zucker für die Nachgärung läßt sich die Rezens des Bieres einstellen.
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Quelle: Deutscher Brauerbund e. V.
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... bei Einschenken des Bieres ins Glas?
Während der Nachgärung des Sudes durch den hinzu gegebenen Zucker bildet sich in der Flasche Kohlensäure. Diese Kohlensäure kann aber nicht entweichen, da die Flasche ja geschlossen ist. Deshalb steigt der Druck in der Flasche an! Wird die Flasche nun geöffnet, entweicht mit ein "PLÖP" die Kohlensäure und der Druck wird so abgebaut. Die während der Nachgärung gebildete Kohlensäure hat sich ganz fein im Bier gelöst, deshalb perlt das Bier auch, wenn die Kohlensäure entweicht. die entweichenden Kohlensäurebläschen reißen beim Entweichen vor allem kleine Eiweißteilchen aus dem Bier mit. diese kleinen Eiweiß-Teilchen setzen sich dann an der Oberfläche des Bieres auf dem Glas ab und bilden den "sahnigen", weißen Bierschaum.
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Quelle: Deutscher Brauerbund e. V.
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Kein Problem, machen Sie einfach mit einem Schuß Waldmeister-Sirup oder Himbeer-Sirup das erfrischende Kultgetränk für den Sommer daraus: Berliner Weisse!
Es gibt die alkoholische und die milchsaure Gärung.
Falls Ihr Ansatz einmal durch eine teilweise eingetretene milchsaure Gärung "sauer" geworden ist (z. B. durch Gewitter oder durch in der Küche vorhandene Milchsäure-Bakterien), können Sie Ihren Ansatz dadurch "retten".
Berliner Weisse wird industriell durch künstlichen Zusatz von Milchsäure hergestellt!
Falls Sie "echte" Berliner Weisse herstellen wollen, müßen Sie bei der Vergärung dem Ansatz noch etwas Bierwürze-Konzentrat zur Herstellung von Weizenbieren zugeben, da Berliner Weisse (wie übrigens auch Kölsch) einen kleinen Anteil Weizenmalz enthält!
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ist es, wenn Sie Ihr Selbstgebrautes aus einem richtigen Bierfaß mit einem sog. Bayerischen Anstich zapfen!
Vorteil: Sie brauchen keine Kohlensäure und das Anschlagen des Fasses ist immer ein Gaudi wie zur Eröffnung des berühmten Wiesenfestes!
Um ein Bierfaß mit einem Bayerischen Anstich wieder für eine Neu-Befüllung verschließen zu können brauchen Sie lediglich ein kleines Stück Rundholz, ein Reduzierstück für Kupferleitungen (beides bekommen Sie in jedem Baumarkt) und die Stopfen für die Zapflochbuchse. Kenner werden anhand der nebenstehenden Zeichung schon erkennen, wie es geht. Mehr verrät die Anleitung für den bayerischen Anstich.
Falls Sie noch Fragen haben, rufen Sie doch einfach unsere Hotline (02368) 69 35 40 an. Wir helfen Ihnen gerne weiter.
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Für alle diejenigen, die Ihren Gärverlauf regelmäßig mit einer Bierwürze-Spindel kontrollieren und die sich Ihre Meßwerte gern einmal als grafische Darstellung ansehen möchten, haben wir eine Excel-Tabelle erstellt, in die Sie nur noch Ihre Meßwerte eintragen müssen. Hier unsere Excel-Tabelle Gärverlauf als Download.
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